Marie-Lena Kaiser ist Choreographin und Tänzerin ansässig in Essen. 2016 schloss sie ihr Studium an der Folkwang Universität als Tänzerin ab und arbeitet seit dem erfolgreich freischaffend. Sie ist Stipendiatin des Pina Bausch Fellowships 2018, welches sie mit dem mosambikanischen Choreographen Horácio Macuácua in Mosambik, und Europa verbrachte.

Im November präsentierte sie ihre erste abendfüllende Produktion ‚Ariodante‘ im Maschinenhaus Essen. Das Stück gastierte bereits im tanzhaus nrw  Düsseldorf und wurde zum renommierten tanz nrw Festival 2019 als Nachwuchsstück eingeladen.  Zusätzlich gastiert es im ‚First and Further Steps Festival‘ in der Fabrik Heeder, Krefeld.

Kaiser kehrt im Jahr 2019 an die Folkwang Universität als Choreographin zurück.  Innerhalb des Festivals der Folkwang Universität „Try again-fail again-fail better-Impuls Bauhaus“ arbeitet sie über das ganze Jahr mit der Tanzabteilung und dem Folkwang Tanzstudio zusammen. Hier entstehen vier Skizzen die sich inhaltlich mit Themen des Bauhauses, insbesondere mit der Arbeit Oskar Schlemmers und der Idee des ‚Neuen Menschen‘ auseinandersetzen. Unter den Titeln Go for Good I, II, III und IIII werden prägnante Treppen auf dem Areal des UNESCO-Welterbes Zollverein in jeder der vier Festivaleinheiten Ort der tänzerischer Auseinandersetzung. Im Kontext  ihrer Bauhaus Recherche wurde sie im Mai 2019 vom Goetheinstitut Amman, Jordanien eingeladen dort mit regionalen Tänzern eine Skizze zu entwickeln und einen Vortrag zum Thema ‚Bauhaus Tanz‘ zu halten.

Marie-Lena Kaiser steht außerhalb der Folkwang auch mit anderen Tanzinstitutionen in Essen in Kontakt. Gerade unterstützte sie das choreographische Zentrum pact zollverein bei ihrer aktuellen Tanzrecherche mit einem Residenzstipendium. Außerdem nimmt sie zusätzlich bei dem Symposium Impact teil u.a. unter der Leitung von Meg Stuart.  Für das Gymnasium Essen- Werden choreographierte sie in diesem Jahr die Abschluss Choreographie.

Im Mai 2019 gewann ihr Kurzstück ‚Mattentraining‘ den Jurypreis im Explosive-Festival in Bremen. Bereits während ihrer Ausbildung wurde Kaisers Arbeit mehrfach ausgezeichnet. 2015 gewann zum Beispiel ihre Arbeit ‚Eva‘ den Jury und Pulikumspreis beim 638 Kilo Tanzfestival. Sie ist Teil der Company ‚Performing Group‘ mit deren Produktion für junges Publikum „TRASHedy“ sie bis jetzt in verschieden Teilen Europas und Asiens auftrat.

“In a first impression you can understand that Kaiser’s work is pushing it’s own boundaries of experience and intensity. She displays a bold and unusual choice, developing the selected idea in depth, in a refined mix of ludic and dramatic expressions, using minimalism as well as an explosive energy.” Aus dem Jury Statement des Pina Bausch Fellwoships 2017

„Kaiser beschreibt sich selbst als pragmatisch, hat aber auch die Fähigkeit Themen und Bewegung zu ergründen, etwas tiefer zu gehen oder genauer zu schauen als viele andere.“ 29.11.2018, Trailer Magazin

Fotos: Lennart Speer, Timo Reinders